Sonntag, 20. Januar 2013

Die Dummheit des Volkes




Hallo liebe Leser. Heute möchte ich das Thema „die Dummheit des Volkes“ Thematisieren.
Ja einige von euch werden jetzt meine Texte lesen und viele Fehler finden. Dabei werdet ihr euch bestimmt denken „dass der gerade über Dummheit schreibt“. Nun sei’s drum. Lasst mich mal zu Worte kommen.

Ich habe vor ein paar Monaten meine Ausbildung als kaufmännische Fachkraft vollendet. Dazu hatte ich das Glück sofort in Arbeit zu kommen. Leider wurde ich aus betrieblichen Gründen wieder gekündigt. Jetzt bin ich wieder arbeitslos und suche einen Job. Ich schaue in Zeitungen und besuche regelmäßig die Jobbörse der „Bundesagentur für Arbeitslosenverwaltung und Sozialhilfe“ (Arbeitsagentur).

Bei meiner intensiven Beschäftigungssuche ist mir folgendes Aufgefallen:
Die häufigste Voraussetzung bei Berufsausbildungen ist das Abitur, gefolgt von der Realschule.
Die gute alte Hauptschule (damals Volksschule) gerät immer mehr in Verruf. Warum eigentlich?
Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt ob Abiturienten bessere oder intelligentere Menschen sind? Nein! Absolut nicht. Abiturienten und Realschüler haben nur mehr Lernstoff auf dem Weg bekommen. Die Frage ist doch ob die Fülle des Lehrstoffs überhaupt angewendet wird.  Ich schließe Mathe und Deutsch FAST aus dieser Thematik aus. Warum muss man Beispielsweise das Periodensystem können? Klar Grundkenntnisse MÜSSEN vermittelt werden aber warum das was man nicht braucht.

Mal eine Situation die ich erlebt habe:
Ich ging bei Firma XY zu einem Einstellungstest. Man überreichte uns Deutsch, Mathe, Sozialkunde, Politik und Geschichtsaufgaben. Nach dem Test gingen wir zu Pause. Wir waren ein bunter Haufen.
10 Abiturienten, 20 Realschüler und ich als einziger Hauptschüler. Erschreckt war das viele Abiturienten NICHT WUSSTEN WER Lenin ist. Noch erschreckender war die Erkenntnis, das manche Menschen vor einem einfachen und zusammengesetzten Dreisatz, kein Ergebnis aufs Papier gebracht haben. Am Ende des Tages wurde uns das Ergebnis mitgeteilt. 5 von 10 Abiturienten mussten gehen, 15 Realschüler mussten gehen und ich blieb, als Hauptschüler. Das hat mich wirklich sehr überrascht. Ich möchte in diesem Beitrag nicht sagen dass bestimmte Schulzweige dumm sind.  Aber es ist doch erschreckend oder?

Warum verlangt die Wirtschaft Abitur bei Berufsausbildungen bzw. Arbeitsplätzen OBWOHL die einfache Schulbildung ausreicht? Diese Frage konnte mir bis heute niemand beantworten. Ich denke dass sich das wirtschaftliche System verändern würde, würde sich die Politik verändern.
Was wäre nur mit den Haupt und Realschülern wenn man sie brauchen würde? Also ich meine jetzt wirklich ernsthaft. Was würde passieren wenn wir die Sozialsysteme so konzipieren dass jeder mit 60 in Rente gehen kann. Die Nachfrage an ausgebildeten Arbeitern, Angestellten und Fachkräften wäre so enorm hoch, dass man diese Nachfrage mit allen Mitteln befriedigen MÜSSTE. Man müsste den blöden Hauptschülern eine Chance geben auch in anspruchsvollen Berufen zu arbeiten. Was wäre daran falsch?

Bildung ist nicht für alle gleich. Bildung für alle ist eine Illusion der Politik die wir alle Durchschauen. Bildung ist WÄHRUNG für die Zukunft. Das Gymnasium ist des deutschen lieblingsschulform. Alle versuchen ihre Kinder auf das Gymnasium zu bekommen. Das ist auch der Fall wenn ein Kind den Anforderungen nicht gewachsen ist. Warum?!? Weil es gefragt ist und gefragt wird vor allem in der Wirtschaft. Bildung muss Währung für die Zukunft sein und bleiben aber jeder sollte die Chance erhalten das zu machen was er machen will, egal welchen Schulabschluss er hat. Das sind richtige Chancen für alle und nicht nur für eine bestimmte Schulform.

Kommentare:

  1. In Österreich ist es ähnlich, obwohl ich bei uns an der sogenannten "Hauptschule" wirklich beobachten konnte, dass die Personen oft (nicht immer!!!!) weniger gebildet sind. Meistens ist es auch so, dass Personen die "nichts lernen wollen" die Hauptschule dem Gymnasium vorziehen, weil sie denken, dass sie dort weniger machen müssen..

    Alles in allem denke ich, dass aber alle Schulformen ihre Vor- und Nachteile haben. Aber viele Schulformen haben eben VorURteile...

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  2. Danke, dass du dich zu dem Thema geäußert hast. :)

    Ich gehe zwar selber aufs Gymnasium, kenne aber auch viele Real- bzw. Hauptschüler, die echt zehn mal cleverer als einige meiner Klassenkameraden sind.

    Die ganzen Vorurteile finde ich total schlimm. Ich und ein paar Freunde von mir werden z.B. fast immer als 'eingebildete Schnösel' beschimpft, wenn wir in der Sporthalle der benachbarten Realschule Unterricht haben.
    Ich will jetzt nicht damit sagen, dass alle Realschüler so sind, im Gegenteil. Viele Freunde von mir gehen auf eine Realschule und das sind herzensgute Menschen.
    Von Hauptschülern wird ja immer behauptet, dass sie nichts auf die Reihe kriegen und keine Manieren hätten. (so hab ich es jetzt mal aus vielen Gerüchten gehört)
    Das stimmt aber absolut nicht. Hier mal ein einfaches Beispiel: eine Bekannte von mir war auf der Hauptschule, hatte einen super Abschluss, ist studieren gegangen und jetzt Lehrerin.

    Fazit: Weniger auf die Noten und mehr auf die Personen an sich schauen!

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  3. Dass hier von Gleichheit nicht die Rede sein kann, liegt ja wohl auf der Hand. Aber auch schon zu "meiner Zeit", als ich in der Oberstufe war (heute bin ich 45), war es so, dass für den Beruf einer Arzthelferin bei manchen Ärzten nur noch Abiturientinnen eingeladen wurden. Warum auch immer.
    Mittlerweile ist es ja so schlimm, dass die Reichen nicht mehr wollen, dass ihre Zöglinge mit weniger Privilegierten in derselben Klasse, oder gar auf derselben Schule sind.
    Da möchte man nur noch kotzen.

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